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Feuerwehr Dülmen - Eisrettung: Gemeinsame Übung mit DLRG

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13 Feb

Eisrettung: Gemeinsame Übung mit DLRG

Von Heinz Habers - Dülmener Zeitung

Dülmen. Ein schneidender Ostwind fegt über den Bulderner Samsonsee. Das Thermometer zeigt ungemütliche 7 Grad unter Null. Bei strahlendem Sonnenschein haben sich viele Schlittschuhläufer, Familien mit Kindern und sogar ein Kufen-Windsurfer in der Mittagszeit auf der blitzenden Eisfläche eingefunden. Sie sorgen für eine richtige Winteridylle. Plötzlich sind laute Hilfeschreie und ein dumpfes Krachen zu hören. Gut, dass es sich nur um eine Übung der Dülmener Feuerwehr und der DLRG (Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft) handelt: Der vermeintlich ins Eis eingebrochene Mensch ist glücklicherweise nur ein 40 Kilogramm schwerer Dummy mit dem Namen Fritz!


Erstmals haben sich über 50 Feuerwehrleute und Lebensretter der DLRG sowie 16 Einsatztaucher mit schwerem Gerät zu einer gemeinsamen Eisbruchübung getroffen. Und das aus gutem Grund, wie Kreisbrandmeister Donald Niehues berichtet: „Gerade bei einsetzendem Tauwetter sind die Eisflächen sehr gefährlich. Sie sollten auf keinen Fall mehr betreten werden. Leider gibt es aber immer wieder einige Unverbesserliche.“
Burkhard Demes von der DLRG verdeutlicht die Lebensgefahr, in der sich ins Eis eingebrochene Menschen befinden: „Nach drei bis vier Minuten im kalten Wasser tritt schon die Bewusstlosigkeit ein, und die Unfallopfer sinken unweigerlich unter die Eisdecke ab.“
Um einen solchen Unfall zu simulieren, hat die Feuerwehr ein Loch in den Eispanzer gesägt und Dummy Fritz hineingelegt. Immer wieder robben sich die angeseilten Helfer dann in kleinen Gruppen auf Leitern zu der „Unfallstelle“ und bergen den Verunglückten, teilweise unterstützt von den Tauchern. Die restlichen Unterwasserretter, die wegen der extrem hohen psychischen Belastung maximal 30 Minuten unter dem Eis bleiben dürfen, werden an zwei weiteren, künstlich geschaffenen Einstiegsstellen geschult. „Eine solche realistische Ausbildung können wir nicht oft durchführen. Wir hoffen nur, dass wir unsere Kenntnisse nicht so schnell anwenden müssen“, bilanziert Einsatzleiter Martin Diekmann.