Dülmen. Wenn der Melder piept, muss alles ganz schnell gehen: „Wenn man gerade Zeit hat, rennt man los“, sagt Dietmar Bolte pragmatisch. Der 40-Jährige ist seit 26 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Doch es gibt immer weniger Freiwillige, die ad-hoc alles stehen und liegen lassen und ausrücken können, wenn es brennt oder ihre Hilfe anderweitig benötigt wird.
Dietmar Bolte ist eines von insgesamt 395 Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr in Dülmen, und der geht es, wie fast allen Feuerwehren in ländlichen Gebieten, nicht allzu gut. Der Verband der Feuerwehren in NRW klagte erst kürzlich über Nachwuchssorgen. Auch in Dülmen sank die Zahl der Aktiven im vergangenen Jahr um sieben auf 266.
Rorup. Auf ein arbeitsreiches Jahr blickte der Löschzug Rorup im Roruper Bürgerhaus zurück. Insgesamt fuhren die 33 Männer und Frauen 33 Einsätze, was einer Steigerung von 83 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2008 entspricht. Von auslaufendem Öl bis zum Zimmerbrand reichte die Palette des Jahreseinsatzaufkommens, in dem leider - wie in jedem Jahr - auch wieder zahlreiche Fehleinsätze durch Brandmeldeanlagen verzeichnet werden mussten. Der Jahresbericht, vorgetragen von Timo Bertelsbeck, ließ das Einsatzjahr des Roruper Löschzuges Revue passieren.
Dülmen. Alle drei Tage war der Löschzug Dülmen-Mitte im vergangenen Jahr im Schnitt im Einsatz: nämlich bei genau 126 der 360 Einsätzen der gesamten Feuerwehr. Das berichtete Schriftführer Christian Löhnig bei der Jahreshauptversammlung des Löschzuges im Feuerwehrgerätehaus. 63 aktive Mitglieder verüben zurzeit ihren Dienst im Zug, das sind fünf weniger als im Vorjahr.
Ebenfalls ging Löhnig auf die Neubeschaffungen in 2009 ein, so wurde die persönliche Schutzausrüstung verbessert und mobile Rauchabschlüsse übergeben, die auch schon einige Male zum Einsatz kamen. Des weiteren sind Mitglieder und sogar deren Partner zu Ersthelfern (First-Responder) ausgebildet worden.
Rorup. Verena Kock ist 18 Jahre jung und gehört dem Löschzug Rorup an. Warum sie der Freiwilligen Feuerwehr Dülmen, in der Vergangenheit eher eine Männer-Domäne, beigetreten ist, verriet sie Szene-Mitarbeiter Patrick Reuver.
Buldern. „Wir müssen uns heute etwas beeilen“, mit diesen Worten eröffnete Löschzugführer Roland Strotmann die Generalversammlung des Löschzuges Buldern im Gerätehaus. Grund dafür war eine leckere Spende, die der Löschzug für sein schnelles Eingreifen beim Bauernhofbrand im März des vergangenen Jahres erhalten hatte. Der Besitzer des Bauernhofes, in dem ein Zimmer in Brand geraten war (DZ berichtete), dankte den Einsatzkräften mit einem selbst geschossenen Hirsch, der dann in der Küche des Hotel van Lendt zubereitet und auf der Versammlung serviert wurde.
Hiddingsel. Der Feuerwehrlöschzug Hiddingsel ist wichtig für das Gesamtkonzept der Feuerwehr Dülmen, berichtet Wehrführer Uwe Friesen auf der Generalversammlung des Zuges. Der Löschzug werde zwar weniger oft alarmiert als andere Löschzüge im Stadtgebiet, was unter anderem an der niedrigen Einwohnerzahl des Dorfes und wenig Industrie liege, doch bei den neun Alarmierungen im Jahr 2009 „konnte man sich auf die Hiddingsel Wehrmänner verlassen.“
Dülmen. Bei der Feststellung des Ergebnisses blieb Wahlleiter Donald Niehues im Bild: „Es gibt keine Gegenwehr“, verkündete der Kreisbrandmeister mit einem Blick in den Saal. Geschlossen wählten die rund 200 Anwesenden Wehrführer Uwe Friesen und seine Stellvertreter Hubert Sommer und Reinhold Hörsting auch zum Vorsitzenden beziehungsweise den stellvertretenden Vorsitzenden des Stadtfeuerwehrverbandes. Die Wahlen waren notwendig geworden, um gesetzliche Vorgaben des Amtsgerichtes zu erfüllen, so Niehues. Ergänzt wird der Vorstand durch Wolfgang Friesen (Beisitzer Jugendfeuerwehr), Geschäftsführer Josef Stegehake, Pressesprecher Daniel Niehues sowie die Beisitzer Christian Löhning sowie Andreas König und Thorsten Ridder (beide neu gewählt).
Dülmen. Ein Kind liegt auf dem Boden: Bewusstlos, es atmet nicht mehr. Jetzt kommt es auf das richtige Verhalten an, jede Sekunde zählt. Was in einem solchen Notfall zu tun ist, lernten die Eltern der Kinderfeuerwehrmitglieder. Gemeinsam mit den Ausbildern zeigten die beiden Rettungsassistenten Dietmar Bolte und Dunja Hölscher, was alles gemacht werden muss. Neben den Erstmaßnahmen bei bewusstlosen Kindern demonstrierten die Ausbilder auch, wie ein Pflaster oder ein Verband richtig angelegt wird, ebenso wurde das Absetzen eines Notrufes trainiert. Der Nachmittag war ein voller Erfolg, es wird bereits überlegt, einen solchen Tag bald noch einmal durchzuführen.
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